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Eigenverlag Dr. Elisabeth Anzenberger
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6 TROMPETEN-AUFZÜGE für 4 Trompeten in B und Pauken (ad lib.) von Johann August Dürrnberger, Arr. F. Anzenberger

Vorwort

Johann August Dürrnberger wurde am 10. März 1800 in Kirchberg bei Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich als Sohn des Hofschreibers Michael Dürrnberger geboren. Seit 1809 besuchte er das Stiftsgymnasium Kremsmünster, wo seinerzeit sein Großvater Michael Dürrnberger d. Ä. als Regenschori gewirkt hatte; außerdem studierte er Musik in Wien.

Seit 1832 wirkte er an der Linzer Präparandie in der musikalischen Ausbildung der Lehrer und unterrichtete hier auch Anton Bruckner. Aufgrund einer glänzend bestandenen Prüfung am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien erwarb er das Recht, sich "Professor" zu nennen. Er gab Anton Bruckner die ersten geregelten und sehr gediegenen Anweisungen in Musiktheorie; Bruckner legte u. a. das Dürrnbergersche Lehrbuch seinem eigenen Theorieunterricht zugrunde. 1861 nahm Dürrnberger die Stelle des "Landesbuchhalters" in Linz an.

Johann August Dürrnberger schrieb Kirchenkompositionen, zwei Bühnenwerke sowie Unterhaltungsmusik. Er starb am 6. Februar 1880 in Steyr in Oberösterreich.

Seine VI Trompeten Aufzüge mit willkührlicher Begleitung der Pauken Op. XIII erschienen wohl um die Mitte des 19. Jahrhunderts als Lithographie bei Joseph Hafner in Linz und sind heute nur noch in einer Privatsammlung erhalten. Die Aufzüge sind für Naturtrompete geschrieben und verwenden simultan B-, F- und Es-Stimmungen, um den beschränkten Tonvorrat der Naturinstrumente zu erweitern. Als generelle Tempovorgabe nennt der Komponist Moderato für alle Stücke.

In der Neuausgabe sind alle Trompeten in B notiert, die Paukenstimme ist wie im Original ad libitum. Bei schwer auszuführenden Sprüngen in den tiefen Trompetenstimmen - die im Original durch die Naturtonreihe der Trompete bedingt sind - sind alternative Lagen in Klammern angegeben. Die von Dürrnberger nur an manchen Stellen angegebene Dynamik wurde vereinheitlicht und teilweise ergänzt.

Der festliche Klang der Aufzüge sowie die leichte Ausführbarkeit (1. Stimme nicht höher als f 2 !) machen die Dürrnbergerschen Aufzüge zu einer interessanten Bereicherung der Literatur für Trompetenensembles.


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