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Eigenverlag Dr. Elisabeth Anzenberger
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MARCHES and QUICKSTEPS for 3 Trumpets von J. Hyde, Arr. F. Anzenberger

Vorwort

Hydes Marches and Quicksteps for 3 Trumpets ("[Festliche] Märsche und Geschwindmärsche für 3 Trompeten") erschienen in seiner um 1799 in London gedruckten Schule A New and Compleat Preceptor FOR THE TRUMPET & BUGLE HORN ("Eine neue und komplette Schule für Trompete und Signalhorn"), die sowohl Anweisungen für die Natur- als auch für die Zugtrompete enthält. Es ist dies die früheste Schule für Trompete in England und die erste für Zugtrompete überhaupt. Im Folgejahr kam bereits die zweite Auflage dieses Lehrwerks heraus.

Über das Leben Hydes ist nur wenig bekannt. Nicht einmal sein Vorname ließ sich eindeutig klären - er wird in mehreren Quellen mit "John", in einigen aber auch als "James" angegeben. Hyde ist zwischen 1789 und 1818 nachweisbar und galt als der bedeutendste englische Trompeter seiner Zeit. Man beauftragte ihn, die englischen Militärsignale zu revidieren. Sie wurden 1798 als eigenständiges Werk gedruckt und sind in korrigierter Fassung auch in seiner oben genannten Schule enthalten. Ein weiteres Lehrwerk schrieb Hyde 1818 für das Klappenhorn; danach verliert sich jede Spur von ihm.

Der größte Teil von Hydes Preceptor ist der Naturtrompete gewidmet. Im Gegensatz zur modernen Trompeterpraxis notiert er die Trompete nicht transponierend, sondern klingend. Die meisten Stücke sind daher im Original in D-Dur geschrieben, da diese Stimmung zu seiner Zeit die am häufigsten verwendete war; nur das letzte Stück steht in C-Dur. Das Instrument wurde tief notiert, was bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts allgemein üblich war.

Hydes Marches and Quicksteps for 3 Trumpets sind in den meisten Fällen Kompositionen des Autors, einige Stücke sind zeitgenössische Bearbeitungen: Nr. 6 stammt aus dem Finale des ersten Aktes von Mozarts Oper Le Nozze di Figaro KV 492 ("Die Hochzeit des Figaro"), Nr. 9 ist als Quick Step in the Battle of Prague ("Geschwindmarsch in der Schlacht von Prag" - wahrscheinlich ist der Kampf zwischen Preußen und Österreichern im Jahre 1757 gemeint) ist in vielen Sammlungen um und nach 1800 zu finden. Einige Trios von Hyde sind festliche Märsche im barocken Stil, andere sind deutlich von der Klassik beeinflußt. Hyde überträgt die pianistische Begleittechnik mit "Albertischen Bässen" geschickt auf das Trompetenensemble. Auch eine "Jagdfanfare" im typischen 6/8-Rhythmus fehlt nicht.

Die vorliegende Ausgabe, in der diese Trios erstmals nach fast 200 Jahren wieder publiziert werden, gibt die Stücke möglichst originalgetreu wieder; nur offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert



Hyde Trios


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